aus Nordosten

 

Die Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ Hildisrieden wurde 1904 eingeweiht. Sie ist ein Werk des St. Galler Architekten August Hardegger (1858-1927). Er gilt als einer der bekanntesten Schweizer Architekten und Kunstschriftsteller der Jahrhundertwende.

Die im Stil der Neugotik erbaute Pfarrkirche ist eine weiträumige Saalkirche mit zentralartiger Ausweitung des Chorbezirks und reicher dekorativer Ausmalung.

Zum hohen architektonischen Wert, der sich auch in den ausgewogenen Raumproportionen und Detailformen ausdrückt, gesellt sich eine überdurchschnittlich qualitätsvolle Innenausstattung. Hierzu gehören vor allem die neugotischen Schnitzwerkaltäre. Die Kanzel, die sich stilistisch den Altären anpasst, gehört wohl zu den schönsten neugotischen Schnitzwerkarbeiten des Kantons. Altäre und Kanzel stammen aus der Hand des Künstlers Carl Glauner aus Will.

Die Farbigkeit der Altäre und der Kanzel setzt sich fort in einer gekonnten und wirkungsvollen Blumen- und Blattrankenmalerei an den Wänden und am Gewölbe. Diese stammen von Johann Amberg aus Sursee.

Eine Steigerung erfährt die ausgewogene Farbigkeit des Innenraumes durch das im Mittelpunkt des Chores angebrachte grosse farbige Glasfenster des Münchner Malers Aloys Balmer, mit der Darstellung des Stammbaumes  Jesu.

„Es spricht für die künstlerischen und gestalterischen Qualitäten des Architekten August Hardegger, dass unter seiner Leitung mit der Kirche von Hildisrieden … ein Gesamtkunstwerk im Sinne des 19. Jahrhunderts entstanden ist, wie es kurz vor und nach der Jahrhundertwende nur mehr selten erreicht wurde.“ (Dr. André Meyer, ehemals Denkmalpfleger des Kantons Luzern)