alt, aber immer noch interessant


 

 
GOTTESDIENST ZU EHREN DES HL. BRUDER KLAUS 
Am Montagabend, 25. September 2017 fanden sich ca. 40 Männer und Frauen aus Hildisrieden und Umgebung bei der Antoniuskapelle in Traselinge ein, um des Mystikers und Eremiten Niklaus von Flüe zu gedenken. Der gebürtige Rainer Joseph Brunner, früher Pfarrer in Rain und Eschenbach, jetzt in Stalden ob Sarnen stand der Eucharistiefeier vor. Er gab Denkanstösse zur speziellen Berufung von Bruder Klaus, der im Jahr 1417, also vor 600 Jahren auf die Welt kam.
 
Als angesehener, erfolgreicher Bauer, begnadeter Politiker und guter Ehemann und Vater von 10 Kindern spürte er je länger je mehr den Drang und inneren Ruf aus der hektischen Welt in die Stille zu gehen, weil er glaubte, auf diese Weise wirkungsvolleren Einfluss auf das öffentliche Leben zu haben. Mit einem grossen Zwiespalt hatte er zu kämpfen, die Familie und seine Liebe Frau Dorothea zu verlassen. Nach vielen Gesprächen spürte seine Frau eine grosse Kraft, die half, das Ja zum Vorhaben von Klaus zu sprechen. Manch guten Rat konnte der Einsiedler im Ranft bei Flühli (OW) Einzelpersonen in Not und auch Regierenden der jungen Eidgenossenschaft geben, damit Frieden und Ruhe nach brodelnden Zwisten einkehren konnte. Wegen seines mystischen und friedensstiftenden Wirkens wurde schweizweit das Jubiläum und Gedenkjahr in vielen Anlässen würdevoll begangen, so auch in Hildisrieden. Joseph Brunner ermunterte die Anwesenden, doch auch in unserer Zeit ab und zu zur Ruhe zu kommen und die Energie, die daraus entsteht, einzusetzen für gute Mitmenschlichkeit und innere Harmonie.
 
Im Anschluss blieb man noch ein Weilchen vor der Kapelle stehen und genoss Käse, Brot und ein Glas Most, angeboten von der Kapellenstiftung unter dem Präsidium von Josef Zwinggi. Zwischendurch liess man sich von der nachgewitterlichen Stimmung mit dem wechselnden Lichtspiel zwischen Wolken und wachsendem Mond inspirieren, um dann zufrieden nach Hause zu gehen.  

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ZUSAMMEN HALTEN - ZUSAMMENHALTEN

Römerswil/ Hildisrieden/Rain:  Am 17. September feierten die drei Berghofpfarreien Römerswil, Hildisrieden und Rain gemeinsam   den Eidgenössischen Dank- Buss- und Bettag.
Traditionsgemäss feiern die drei Berghofpfarreien Römerswil, Hildisrieden und Rain seit Jahren den Eidgenössischen Dank- Buss- und Bettag zusammen. Wie gewohnt hätte die ökumenische Feier in Gundolinge stattfinden sollen. In diesem Jahr aber waren die Wettervoraussichten so schlecht, dass in die Pfarrkirche Römerswil umgezogen wurde. Pfarreileiter Erich Hausheer, seit Mitte August Leiter der beiden Berghofpfarreien Rain und Hildisrieden, meinte am Schluss der Feier, es sei ja auch schön, nun den Apéro bei Sonnenschein vor dem Kirchenportal zu geniessen. Dies eine Anspielung darauf, dass das Wetter entgegen der Vorhersage recht sonnig wurde.

Das von den Landeskirchen und der Regierung gewählte Motto „Zusammen halten - Zusammenhalten“ legte Benjamin Meier in seinem Predigtwort aus und gab am Schluss der Hoffnung Ausdruck, dass diese Feier nun nicht nur ausgehalten werden müsse, sondern dass die Feier Anlass gebe, den Zusammenhalt zu pflegen. Auch die zuständige reformierte Pfarrerin Marie-Luise Blum sprach davon, dass Gott uns ermutige, einander auszuhalten und miteinander innezuhalten, um beispielsweise das Fürbittgebet zu sprechen.

Die Musikgesellschaft Römerswil unter der Leitung von Marcel Roth und der Kirchenchor Hildisrieden mit der Leiterin Luzia Vogelsang begleiteten und verschönerten  mit ihren Melodien die besinnliche Feier.

Die Kirchenrätinnen und Kirchenräte der drei Pfarreien waren, wie jedes Jahr, besorgt, dass mit Most angestossen und zusammen noch Käse und Brot geteilt werden konnte. Auch dies ist eine wunderschöne Geste des „Zusammenhaltens“.

Margrit Leisibach Hausheer
 

Die drei Seelsorgenden (v.l.n.r.) Erich Hausheer, Pfarreileiter von Hildisrieden und Rain, Marie-Luise Blum, zuständige reformierte Pfarrerin und Benjamin Meier, zuständig für die Pfarrei Römerswil) genossen wie die Gottesdienstbesuchenden vor der Kirche Römerswil den Apéro, welchen die Kirchenrätinnen und Kirchenräte der drei Berghofpfarreien vorbereitet hatten.

 


DAS GOLD AM ENDE DES REGENBOGENS 

Erntedank in Hildisrieden

Am Sonntag, 10. September feierte die Pfarrei Hildisrieden wegen des Regens und der Kälte das Erntedankfest in der Kirche statt wie geplant im Schulhof. Pater Joseph Fleischlin stand der Feier vor, und segnete die Erntegaben, welche die Frauen der Trachtengruppe Hildisrieden wunderschön vor dem Altar arrangiert hatten. Während der Feier gab die Trachten-Tanzgruppe stellvertretend für die Pfarrgemeinde mit drei Tänzen ihrer Freude und dem Dank Ausdruck für die wiederum reiche Ernte. Musikalisch feierten die Schwyzerörgelifrönde Rast-Wiss mit. Der Anlass war als Familiengottesdienst vorbereitet und gestaltet von Ruth Estermann-Aeschbach, Susanne Niederberger-Peter und Andrea Wyss-Wey. Im Gottesdienst erzählten sie die Geschichte „Das Gold am Ende des Regenbogens“ von Wolfram Hänel mit den Bildern von Loek Koopmans: Wir Menschen träumen wie der Bub und sein Grossvater vom grossen Glück im Leben. Der Goldtopf auf einer Insel, dort wo der Regenbogen den Boden berührt, lockt so sehr, dass man die Realität fast vergisst. Zurück im Alltag schätzt man, was man hat, auch wenn man nichts besitzt und geniesst die Geschenke, die einem die Natur anbietet und schenkt.
Der Apéro mit frischem Most anschliessend vor dem Portal, mehr oder weniger im Regen, rundete das Erlebte ab. 
 
 
 

 SOMMERFEST: ERITREA-SCHWEIZ    

Am Samstag 26. August 2017 luden die eritreischen Asylsuchenden sowie ihre betreuenden und Deutsch unterrichtenden Personen, die Bewohner von Hildisrieden und Umgebung zu einem Begegnungstag in Form eines Sommerfestes auf dem Kirchenplatz ein.
 
Die Hildisrieder Eritreer und die mithelfenden Eritreer Männer und Frauen aus Luzern und Umkreis bereiteten spezielle Speisen aus ihrer Heimat zu. Die Hildisriedergruppe unterstützte die Kulinarik mit Schweizer Getränken, währschaftem Käse und Brot. Die Moderatorin Gerda Jung sagte in schriftdeutscher Sprache, die die Gäste inzwischen verstehen, die Unterhaltungsblöcke an. Karin Schmid und Armin Steffen vom Jodelklub Nottwil sangen typische Schweizer Jodellieder und spielten Tänze mit Akkordeon und Schwyzerörgeli. Der Alphornexperte Beat Koller gab schweizerisch-heimatliche Klänge mit Alphorn und Büchel zum Besten. Mulugeta Ketema wohnhaft in Luzern begleitete seine für uns  ungewohnten Lieder auf der Krar (ähnlich einer Gitarre oder Leier) Schon bald mündete diese Darbietung in einen Nationen übergreifenden Kreistanz.
 
Ich fragte mich was für Geschichten könnten die Gäste aus Eritrea wohl über ihre Heimat und die Flucht erzählen - und können trotzdem so fröhlich sein? 
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VIELFÄLTIG WIE EIN BUNT GEMISCHTER KRÄUTERSTRAUSS WAR SEIN WIRKEN 

 

Am Vormittag,15. August, am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, dem Patroziniumsfest der Pfarrkirche Hildisrieden war der Sakralraum mit ausserordentlich vielen Leuten gefüllt. Der abtretende und neue Pfarreileiter standen einem berührenden Gottesdienst vor.
 
Werner Bucher, Mariae Himmelfahrt und Kräutersträusse
Das Patroziniumsfest der Kirche Mariae Himmelfahrt Hildisrieden hatte heuer ein besonderes Gepräge: Die Mitfeiernden erlebten den zeitlichen Wendepunkt zwischen „Allein Pfarrei sein“ und „Zwei Pfarreien miteinander Glaubensgemeinschaft werden“. Die Kräuter- und Blumensträusse im Chorraum der Kirche, so sagte Diakon und Pfarreileiter, Erich Hausheer von Rain und neu auch von Hildisrieden, seien Symbol für uns Glaubende, die zusammenwirken und zusammengehören möchten. Die Blumen und Kräuter haben eine Legende zugrunde: Maria wurde nach ihrem Tode in der Nähe des Gartens Gethsemane von den Aposteln begraben. Als die Freunde von Jesus später wieder zum Grab kamen, sei das Grab leer gewesen, aber es habe daraus geduftet wie von feinen Rosen und würzigen Kräutern.
„Passend ist dies auch für die Verabschiedung von Werner Bucher als Pfarreileiter, die wir heute begehen. Die 14 Jahre, die Werner Bucher hier in der Pfarrei Hildisrieden wirkte, zwölf davon als Pfarreileiter, sind gut mit einem Kräuterstrauss vergleichbar. Vielfältig wie ein Strauss verschiedenster Kräuter war sein Wirken.“

 Jesus bewegt sich im Grenzland

In der Predigt erwähnte Erich Hausheer dass Jesus sich nicht gescheut hat, die Grenzen zwischen bequemen und ungemütlichen Wegen, immer wieder zu überschreiten um zu den Menschen zu gelangen: „Immer wieder warst auch du, Werner in unangenehmer Mission unterwegs. Du hast es immer wieder versucht, den Menschen ihre Würde zu geben. Du bist den Menschen auf Augenhöhe begegnet, nicht vom hohen Ross herab“. Weiter sagte er: „Du, Werner, hast immer wieder das Wort ergriffen, um die starren, verkrusteten Gesetzgebungen, welche in unserer Kirche einiges verhindern, aufzuweichen. Du hast immer wieder den Vorschlag präsentiert, die Ämterfrage  z. B. die Stellung der Frau neu zu diskutieren.

 Vom Religionslehrer zum Seelsorger

Fast 30 Jahre lang war Werner Bucher Religionslehrer, u.a. im Kindergärtnerinnenseminar Bellerive, Luzern, dann Seelsorger im kirchlichen Dienst Zusammen mit Josef Hauser, den er, auch wegen seiner Toleranz und Aufgeschlossenheit sehr schätzte, arbeitete er mit Freude im Weinberg des Herrn, sprich Pfarrei Hildisrieden. Er bewunderte Pfarrer Josef Hauser, der nach Übertragung der Pfarreileitungsfunktion bis zu seinem Tod am 27. April 2015 geschätzter mitarbeitender Priester in Hildisrieden war.

 Aktive Pfarreibasis

Werner Bucher gab seiner Freude Ausdruck, dass so viele Menschen sich in einer Gruppe pfarreilich engagieren. Er dankte allen Mitarbeitenden spürbar von Herzen. Dass die Pfarrei lebt spürte man an den Äusserungen der zehn Engagierten, stellvertretend für alle andern. Zu den aufgehängten Buchstaben :“DANKE WERNI“ trugen sie Erinnerungen, Dankesworte und Wünsche für die Zukunft vor. Unter diesen zwei Worten lag ein grosser Korb in dem gestaltete Musiknoten lagen, an denen eine kleine „Wegzehrung“ für Werners weiteren Weg befestigt war. Diese symbolischen oder auch reellen Geschenke waren von den einzelnen vielen Mitarbeitenden in kreativer Art gestaltet. Der gemeinsame Wunsch von allen ist, immer einen guten Ton zu haben, der zu einer guten Lebensharmonie passt.

 Musik und Gesang

Für Werner Bucher gehören zu jedem Gottesdienst Lieder und passende  Musik. Da Bucher ein guter Sänger und begeisterter Blasmusiker ist, hat er die Lieder für diesen Gottesdienst bestimmen dürfen. Eine grosse Überraschung für ihn war die festliche Musik für Bläser und Orgel gespielt von Mitgliedern der Musikgesellschaft Hildisrieden (Stephan Schneider, Roland und Mattia Klaus, Jonas Furrer und Yanis Wolf), sowie Ursula Sulzer an der Orgel
Ein älterer Herr äusserte sich beim Apéro nach der Feier: „Schön isch es gsi mit em Werner, aber der Herr Hausheer cha`s au guet!“ .                                         -
 

 

HABT VERTRAUEN !

Im Sonntagsgottesdienst am 13. August wurde dem bewährten Seelsorgeteam Erich Hausheer-Leisibach / Irene Meyer Müller von Rain auch die Pfarreileitung von Hildisrieden übertragen. Kirchenratspräsidentin Brigitte Müller-Sager begrüsste mit Herzlichkeit die beiden Beauftragten: „Wir freuen uns, dass ihr für uns da seid!“
Zusammen mit einer grossen Gottesdienstgemeinschaft feierten die beiden neuen Beauftragten einen sinnreichen Gottesdienst mit Tiefgang. Das Hauptthema war vom Tagesevangelium gegeben: „Glaub an dich und an das Göttliche in dir, hab Vertrauen!“ So ungefähr sprach Jesus zu Petrus, der wie er auch auf der Wasserfläche gehen wollte und zu sinken begann. „Vertrauen wir und glauben wir an die Kraft in uns, komplexe oder vielleicht aussichtslose Situationen meistern zu können. Geh langsam, geniesse das Leben, denn wer nicht geniessen kann, wird ungeniessbar!“ meinte Erich Hausheer in seiner prägnanten Ansprache.
 Der Seelsorgeplan in der Pastoralgemeinschaft Rain/Hildisrieden und die Organisation beginnen zu funktionieren. Die Gottesdienste sind bis Ende 2017 geplant. An jedem Sonntag kann in beiden Pfarreien ein Gottesdienst angeboten durch den beidseitigen Kompromiss: In Hildisrieden findet der Gottesdienst, Wort Gottes- und Kommunionfeier oder Eucharistie, eine halbe Stunde früher als bis jetzt, also um 09.00 Uhr, statt. In Rain darf man eine halbe Stunde länger schlafen. Der Gottesdienst ist erst um 10.30 Uhr. Alternativ werden die Vorabendgottesdienste gehalten, dh. jedes zweite Wochenende.
Erich Hausheer und Irene Meyer sind motiviert, das Seelsorge-Angebot in beiden Pfarreien aufrecht zu erhalten, zu begleiten und zu stützen. Nach wie vor ist nach der Pensionierung von Werner Bucher eine Pfarreileiterin oder ein Pfarreileiter für Hildisrieden gesucht.  
                                                                                     

 

 


BALLONKNALL IN DER KIRCHE 

In der Pfarrkirche Hildisrieden wurde immer wieder die Raum-Akustik, im Besonderen die Wahrnehmqualität bemängelt. Vor einiger Zeit beauftragte der Kirchenrat die Imhof Akustik AG, Ingenieurbüro für Akustik in Speicher AR, die Raumakustik in der Kirche zu messen, eine Expertise zu erstellen und Verbesserungsvorschläge zu formulieren. Ingenieur Thomas Imhof stellte u.a. eine Nachhallzeit von etwa 5 Sekunden fest und gab den Rat, eine fixe Bankpolsterung zu installieren und die Audioanlage fein zu justieren. In Zusammenarbeit mit den Herren Beat Graf, und Markus Haller von der Firma B+T Bild und Ton, Rothenburg, durfte er diese Arbeiten ausführen, Die schallschluckende Bankpolsterung in einem frischen Anthrazit-Ton stellte die Firma Schürmann Interieur in Sempach her. Ein schöner Nebeneffekt ist ein bequemeres Sitzen in der Kirche. (Dürfen nun wohl die Gottesdienste eine Viertelstunde länger dauern?!)
Die Zeit der Wahrheit war am Freitag 14. Juli 2016, als der Experte für Bild- und Tonsysteme, Beat Graf, in der Kirche Ballone aufblies. Beim Knall und dessen Nachhallzeit zeichnete ein feines Aufnahmegerät das akustische Geschehen auf. Thomas Imhofs Gesicht verriet, dass er zufrieden war. Er meinte: „Das ist ja noch besser als ich geahnt habe. Es gäbe aber schon noch Verbesserungsmöglichkeiten, indem die damals guten, aber heute dreissigjährigen Geräte ersetzt würden. Aber mit gutem Gewissen kann mit den geprüften Geräten und Mikrophonen vorläufig mal gearbeitet werden, so lange sie noch funktionieren“. Das neue Kopfbügel-Funkmikrophon passend zur Kirchen-Akustikanlage und zur Friedhof-Tonsäule hat sich im Test bewährt und unterstützt die Hörsamkeit.

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ZWÖLF MARIEN-BILDER KOMMEN NACH ZWANZIG JAHREN WIEDER HEIM NACH HILDISRIEDEN 

Der Zyklus mit je sechs wertvollen Bildern über die Schmerzen und Freuden Marias aus dem Atelier von Caspar Meglinger wurde im Jahr 1662 gemalt. Vom gleichen Künstler stammen auch die Totentanzbilder auf der Spreuerbrücke Luzern. Die Marienbilder hingen schon in der alten Kirche Hildisrieden, die schon vor der Schlacht bei Sempach erstmals urkundlich erwähnt wurde. Vor ca. 20 Jahren hatte divdie Kirchgemeinde Neuenkirch Interesse an den Kunstwerken, um sie in der Niklaus Wolf Kapelle (Unterkirche) Neuenkirch aufzuhängen. Von 1998 bis Februar 2017 hingen sie als Leihgabe dort. Da im Moment die Wallfahrtskapelle umgstaltet wird, passten die Bilder nicht mehr hinein und wurden der Kirchgemeinde Hildisrieden zurückgegeben.
Die Bildhauer und Restauratoren Vitus Wey und Hanspeter Stalder aus Sursee, nahmen sich des schönen Kulturguts an. Stalder reinigte und konservierte die Bilder sehr sorgfältig und versorgte sie in Kisten, dass sie gut geschützt optimal gelagert werden können, bis sie wieder benützt werden.
Am Samstag, 8. Juli übergaben die beiden Künstler und Restauratoren die Bilder dem Kirchenrat, vertreten durch Thomas Wyss und dem Sakristan Emil Barmet.

 

Die Restauratoren Hanspeter Stalder und Vitus Wey (v.l) überreichen der Kirchgemeinde, vertreten durch Thomas Wyss Kirchenrat, die 12 Bildtafeln aus dem Leben Marias.  Die Kreuzigungsszene


FROHES ALTER FEIERTE IHREN WALDGOTTESDIENST 

Am 5. Juli 2017 versammelten sich über 60 Hildisrieder Seniorinnen und Senioren im Wald oberhalb der Antoniuskapelle Traselinge zu ihrem Waldgottesdienst.  Der gewohnte Platz war wegen der notwendigen Rodung im Winter nur noch teilweise im Schatten, so dass man einen „Schärme“-Platz unter den bereitgestellten Schirmen oder in einem nahen dichteren Waldstück suchte. Der Pfarreileiter Werner Bucher fand die richtigen Worte zu Sonne, Wärme, Genuss der Gemeinschaft im Wald Musikalisch feierte der Klarinettist Franz Riechsteiner mit und animierte die Anwesenden zum beherzten Mitsingen.
Anschliessend baute die Seniorencrew unter Obmann Walter Gemperli den Platz um, stellte Tische auf, rührte im Risottotopf und kontrollierte den während vier Stunden geschmorten Braten. Locker, friedlich und gemütlich genossen alle das feine Waldzmittag, das mit einem feinen Kaffee „Güx“ und da und dort mit einem bodenständigen Jass abgerundet wurde. Am Abend, nachdem die guten Waldzmittag-Geister aufgeräumt , die Pfannen und den Barbecue Smoker gereinigt und alles fein säuberlich in der Hütte versorgt hatten, verriet der Platz gar nichts mehr vom Tagesgeschehen. War das nur ein Traum? Wenn ja, ein schöner!
 
 

RÄGEBOGE - ZEICHE VO GOTTES FRÜNDSCHAFT  

Der Regenbogen war aufgerichtet über das eucharistische Geheimnis, das am Weissen Sonntag 19 Kinder mit ihren Eltern, Paten und Familienangehörigen feierten.
 
Bruder Bruno Fäh aus dem Kloster Wesemlin stand dem kirchlichen Fest vor. Er ermunterte Kinder und Erwachsene, das Geschenk der Freundschaft mit Gott und Jesus zu geniessen. Im Evangelium vom grossen Festmahl, das von den Erstkommunikanten, der Katechetin Margrit Bucher und Bruder Bruno als Rollenspiel gestaltetet wurde, kam zum Ausdruck, dass die Einladung des Herrn an alle geht, nur hingehen wollen muss jeder und jede selber. 
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DIE ERITREISCH ORTHODOXEN CHRISTEN VON LUZERN BEKAMEN GASTRECHT IN HILDISRIEDEN

Vom Palmsonntag bis zum Hohen Donnerstag sah man auf dem Kirchenplatz  in Hildisrieden  jeweils bis zu 50 Paar Schuhe. Die Besitzer, Mitglieder der Eritreisch Orthodoxen Christengemeinschaft Luzern, befanden sich jeweils ab 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr in der Kirche. Vor und nachher waren auf der Dorfstrasse mehrheitlich junge Männer und Frauen mit schwarzer Haut und z. T. in weissen Gewändern zu sehen. Da die sonst Unterkunft bietenden Gastkirchen, z.B. die Bruder Klaus Kirchen in Luzern und Umgebung, von den Pfarreien mehr ausgebucht waren, als in anderen Jahren, suchten die Eritreerinnen und Eritreer kurzfristig einen Ausweich-Ort für ihre Feier der Karwoche; und Hildisrieden gewährte ihnen Gastrecht. Dies war eine sichtbare Geste des christlichen Auftrags. Die Hildisrieder Pfarreiangehörigen waren eingeladen, diese Feiern auch kurzzeitig zu besuchen. Man konnte sehen, dass es auch andere Formen des Gebetes zum gemeinsamen, gleichen Gott gibt. Da diese Leute den ganzen Tag fasteten, genossen sie umso mehr ihre selbst zubereiteten Speisen anschliessend an ihren Gottesdienst auf dem Kirchenplatz. Es war bei den Begegnungen mit diesen Menschen eine schöne Herzlichkeit spürbar.
 
Die Eritreisch Orthodoxe Christengemeinschaft Luzern beanspruchte in der Nacht vom Freitag zum Samstag vor dem Weissen Sonntag noch einmal das Gastrecht in Hildisrieden, um in mehr als siebenstündigem Gebet und Liturgie die Osteroktave zu feiern.

 

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HILDISRIEDER KONZERT ZUM LAETARE - SONNTAG 

 

Am Sonntag 26. März 2017 um 17.00 Uhr begrüsste die Kirchenmusikerin Luzia Vogelsang, die Künstlerinnen und Künstler und die zahlreichen Zuhörenden zu einem weiteren Anlass der“ Hildisrieder Konzerte“. Angesichts des Dekorationsstrausses mit blühenden Forsythien und knospentreibenden Ästen lud sie alle ein zu einem  ein farbig-blumigen, fröhlichen Konzert mitten in der Fastenzeit: „Der heutige 4. Fastensonntag hat nämlich den Namen „Laetare“ gemäss dem frühchristlichen Introitus: Laetare, Jerusalem (Freue dich, gläubiges Volk), denn Ostern ist nahe“.

 Zwei Musikerinnen und zwei Musiker

Sieglinde Zihlmann ist im Besitz des Lehr- und Konzertdiploms für Blockflöten und unterrichtet u.a. an der Hildisrieder Musikschule. In Hildisrieden ist sie auch bekannt als stellvertretende Organistin. Ihre Schülerinnen und Schüler, feiern immer wieder Erfolge an Jugendmusikwettbewerben.
Auch am Erfolg der jungen Alexandra Häfliger aus Rickenbach ist Zihlmann mitbeteiligt. Bereits als Sechsjährige bekam sie Blockflötenunterricht. Vor sechs Jahren begann sie zusätzlich mit Klavierunterricht. Seit 2017 studiert sie an der Hochschule Luzern Musik und Bewegung.
Der Cellist Ludwig Willimann ist in Rickenbach aufgewachsen. Als jugendlicher  Solo-Cellist war er Preisträger an regionalen und nationalen Wettbewerben. Es folgten nationale und internationale Konzerttätigkeiten.
Marcel Verbay hat sein Musikstudium  an der Musikhochschule Basel mit dem Lehrdiplom für Gitarre abgeschlossen. Er unterrichtet an der Musikschule Schenkon und seit 2011 an der Musikschule der Region Sursee und übt eine rege Konzerttätigkeit in verschiedenen Formationen aus.
Sieglinde Zihlmann hat mit allen diesen namhaften Musikern schon  zusammen musiziert. Das Hildisrieder Konzert war ein Projekt unter dem Namen „Mittelalterliche und Barocke Klänge  aus sechs Jahrhunderten.

 Mal klagend – mal tanzend

Mit einem Stampflied, einem Liebeslied und einem Klagelied aus dem 13. und 14. Jahrhundert, von unbekannten Komponisten, begann das Konzert.  Die Flöten wurden sehr feinfühlig begleitet von der Gitarre. Mit geschlossenen Augen  entstand das Gefühl an einem mittelalterlichen Schlossfest zu sein. Im „Lamento di Tristano“ hatte man den Eindruck, Sieglinde Zihlmann  wechsle immer wieder die Flöten, da in bestimmen Momenten die Tenorflöte durch das Oktavieren ganz anders tönte. In Jehan Erarts Stück „Puis que d`amors“ war es wirklich so, dass Sieglinde Zihlmann zwischen Tenor-  und Sopranflöte wechselte,   z. T. fast nahtlos oder  nach kurzen Gitarre-Zwischenspielen.
;In den fünf Sätzen von Antoine Dornel, löste das Zusammenspiel der zwei Altflöten grosse Bewunderung aus. Der  Bassteppich, auf dem Cello gespielt von Ludwig Willimann,  untermalte die farbigen Harmonien zu einem wunderschönen Frühlingsbild. Alexandra Häfliger gab ihr reifes Können auf der Altflöte in den „Pièces sans Basse“ von Jean Daniel Braun zum Besten. Sie strahlte erfrischende Freiheits- und Hoffnungsgefühle aus. Den Abschluss des Konzertes machte die Triosonate in C aus der Sammlung „Der getreue Musikmeister“ für zwei Altflöten und Basso continuo von Georg Philipp Telemann. Sie fasste die Vielfältigkeit der vergangenen Stunde zusammen, vom Frühlingstanz bis zur klagenden Passionsmusik. Der hoffnungsvollen Blick auf Ostern,  wurde begleitet vom eindrücklichen Lichtspiel der Abendsonne im neugotischen Raum. Eine glückliche und sehr zufriedene Sieglinde Zihlmann meinte nach Konzertabschluss im Gespräch: „Die Stimmung der Menschen, das Ambiente des Raumes und der Beitrag der Sonne haben die Aussage der Musik unterstützt und zu einem wunderbaren Erlebnis gemacht.“

 

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DER REGENBOGEN HAT DEN 19 HILDISRIEDER ERSTKOMMUNIKANTEN ETWAS ZU SAGEN  

Am Samstagnachmittag 11. März 2017 trafen sich die Kinder, die am Weissen Sonntag, 23. April 2017 zum ersten Mal das heilige Brot empfangen dürfen, in der Aula InPuls. Sie wurden in diesem regenbogen-bunten Stunden begleitet von den Eltern, Paten oder auch Grosseltern. Eingestimmt wurden alle auf den grossen Tag von den Frauen der Chinderfiirgruppe von Katechetin Margrit Bucher- Odermatt und vom Pfarreileiter Werner Bucher.

Der Regenbogen ist mehr als bloss ein farbiger Bogen

Die Anwesenden spürten, dass der Regenbogen als Himmelserscheinung ein wichtiges Symbol ist. Er ist Zeichen für die Kraft Gottes, die Himmel und Erde verbindet. Er ist auch ein Zeichen der Freundschaft Gottes mit den Menschen , Tieren und. Pflanzen. Wichtige Elemente eines guten Zusammenlebens: Liebe, Friede, Freude und Versöhnung kann der Farbbogen auch vermitteln.

Der bunte Vogel

Die Geschichte des Schriftstellers  Max Bolliger  gab ein Rezept, wie zwei gegensätzliche Menschen ihre Streitereien vergessen können, wenn sie sich um etwas Gemeinsames kümmern, wie z. um den bunten Vogel. Sie gleichen sich an und bald können sie auf der gleichen Augenhöhe miteinander kommunizieren.

Miteinander etwas tun

Dieser Gedanke wurde umgesetzt in den Ateliers: Meditieren, Spielen,  Berühren und berührt werden sowie Basteln. Auch das friedliche miteinander Essen und  Trinken förderte die Gemeinschaft. Gute Feen zauberten einen reichlich gedeckten Zobigtisch her. Abgeschlossen wurde der Nachmittag mit einer gemeinsamen Feier in der Aula und einem Tanz um die Regenbogen-Mitte. Der Pfarreileiter, Werner Bucher fasste die Erkenntnisse des Tages im Segensgebet zusammen.        -eba-

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KOMM; TEILE MIT UNS DEINE GESCHICHTE            

Jedes Jahr am ersten Freitag im März wird in fast 200 Ländern der Welt miteinander gebetet. Frauen aus den Philippinen haben die diesjährige Feier verfasst. Drei Frauen der ökumenischen Gruppe Hildisrieden, Margrit Bucher, Hedwig Jutz und Viktoria Mathis feierten am 3. März 2017 mit Hildisrieder Christen und Christinnen das weltweite Zusammensein. Der Saal des Pfarreizentrums war liebevoll und dem Anlass entsprechend einladend dekoriert. Wie ein roter Faden führte ein Lied durch die Gebetsstunde: „Komm und erzähl, was dich bewegt! Komm in den Kreis und bleibe! Teil mit uns deine Geschichte!“ Musikalisch feierte Annemarie Kaufmann mit. Die drei Hildisriederinnen zitierten philippinische Frauen, die aus ihrem nicht sehr einfachen Leben erzählten. Das Kernthema war dann „die Gerechtigkeit“. Doch was ist Gerechtigkeit? Konnte das Gleichnis aus (Matthäus 20, 1-16) weiterhelfen? Ist es gerecht, wenn einer von Morgen bis Abend an der Sonne schwitzt und schuftet und den gleichen Lohn bekommt wie der, der erst eine Stunde vor Feierabend anfängt? Die Antwort kommt von Jesus selber mit einer Frage: „Bin ich ungerecht zu euch? Bekommt nicht jeder was er zum Leben braucht!“
Anschliessend waren alle eingeladen zu Kaffee, Tee und Köstlichkeiten aus den Philippinen.
 

 

FASNACHTSGOTTESDIENST 2017 

Am Sonntag 19. Februar leitete Pfarreileiter Werner Bucher den diesjährigen Fasnachtsgottesdienst. Musikalisch feierte die Fasnachts-Frauenband „Sürpris“ als „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, mit. Die Götschizunft war mit Erwin und Petra Bieri-Bucher, Zunftmeisterpaar, der Fahne und den Zunfträten z.T. mit Frauen und Kindern anwesend.
 
In Versform begrüsste Werner Bucher, Pfarreileiter, die Gottesdienstteilnehmenden. Er erwähnte auch die zwei Füchse, den Fuchs in der Kirchendekoration und den Steuerfuchs im ersten Kirchenbank. Bucher zitierte Ausschnitte aus der Bibel, in denen der Fuchs vorkommt. Der Fuchs gilt auch in der Bibel als schlau und hinterlistig. Schlau ist er sicher, der Steuerfuchs, aber hoffentlich immer zugunsten des Klienten und Mitmenschen.
Er zitierte ein Gebet eines deutschen Pfarrers aus dem Jahr 1883, worin gesagt wird: „Bessere, Herr, Beamte, Geschäfts-und Arbeitsleute, die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind“; oder „Lasse die Leute kein falsches Geld machen und auch das Geld keine falschen Leute! “oder „Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde!“  oder „Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen aber nicht sofort !“
 
Der Gottesdienstleitende meinte, auch Jesus ist gerne dabei, wenn es lustig zu und hergeht. Dazu  stellte auch den heiligen Thomas Morus vor, der im 16. Jahrhundert als Märtyrer starb. Für ihn war Humor lebenswichtig. So schrieb er in einem Gebet: "Schenke mir eine gute Verdauung, Herr, und auch etwas zum Verdauen. Schenke mir Gesundheit des Leibes mit dem nötigen Sinn dafür, ihn möglichst gut zu erhalten.
 
 „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ mixten noch musikalisch leichte Kost in das fasnächtliche Menue.Mit einem „geistig“ angereicherten Kaffee oder einem Punsch auf dem Kirchenplatz liess sich das Erlebte problemlos verdauen.
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DAS GEFÄSS IST DA - NUN MUSS ES MIT INHALT GEFÜLLT WERDEN 

Am Sonntag 12. Februar errichtete Bischof Felix Gmür zusammen mit weit über 600 Gläubigen der Pfarreien Eich, Hellbühl, Hildisrieden, Neuenkirch, Rain und Sempach den Pastoralraum oberer Sempachersee.
 
Die sechs Pfarreien haben sich bereit erklärt, in der Zukunft über die Gemeindegrenzen hinaus miteinander Kirche zu sein, und die zur Verfügung stehenden Mitarbeitenden optimal einzusetzen. Die ersten Schritte von der Angebotskirche zur  Basiskirche wurden schon früher  getan. Nun ist die Bereitschaft, grenzenüberschreitende Kirche zu sein, durch den Bistumsleiter, Bischof Felix Gmür, besiegelt. Dass die sechs Pfarreien näher zusammenrücken zeigte z.B. der ca. 200 köpfige Chor, bestehend aus allen Kirchenchören beim Mitfeiern in der Pfarrkirche Sempach. Auch die über 50 Ministrierenden beim Altardienst und Risottoservice in der Festhalle war ein starkes Zeichen dafür.. Dass die während Jahrhunderten streng gehütete Hierarchie in der (römisch-katholischen) Kirche mal Nebensache ist lebte der Bischof vor indem er nicht am Ambo predigte, sondern vor dem Altartisch auf die Stufen stand und frei als einer unter dem Volk seine Ansprache hielt und u.a. sprach: „ Lebt miteinander!  Redet miteinander! . . . und löhnd doch au emol s`Füfi loh grad si!“
 
Unsere Musikgesellschaft fühlte sich geehrt, dass sie die Gottesdienst-teilnehmenden mit einem flotten Marsch in die Festhalle führen und dort während des Apéros ein stimmiges Konzert geben durfte                                                                                                       
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5. NEUJAHRSMATINÉE MIT MONIKA HENKING AUF DER HILDISRIEDER GOLL ORGEL 

Am 2. Januar 2017 um 11. 00 Uhr spielte Monika Henking auf dem Bijou einer Orgel weihnachtliche Musik von Meistern des 16. Jahrhunderts bis heute. Sehr überrascht waren die zahlreichen Zuhörer aus Hildisrieden und dem Verwandtschafts- und Bekanntenkreis der weitherum bekannten Organistin über die ausgeklügelte Registriertechnik, die Klänge erzeugte, die nicht alle Tage zu hören sind.

 

Die Künstlerin
Monika Henking begleitete den Bau der Orgel in der neugotischen Kirche in Hildisrieden als sehr kompetente Expertin. Das Instrument wurde vor 25 Jahren, am 16. Februar 1992 eingeweiht.
 
O Radix Jesse – O Wurzel Jesse
Dieses Bildmotiv der christlichen Kunst  stellt die Abstammung Jesu  als Lebensbaum dar. Daraus ist ein Gregorianischer Gesang im 7. Jahrhundert entstanden. „Er beinhaltet musikalisch und textlich den damaligen adventlichen Ruf nach Befreiung und Erlösung: Komm Herr, uns zu befreien, zögere nicht länger – wie aktuell !“ sagte Werner Bucher, Pfarreileiter im Eröffnungswort. Er sang den ersten Vers. Nahtlos übernahm die Orgel den Flehruf, mal schreiend, mal disharmonisch, mal mystisch mit tiefen Basstönen unterlegt und dann endend mit einem tiefen Ton bis er fast nicht mehr zu hören war. Diese meditative Komposition aus dem Jahr 2015 stammt von Franz Rechsteiner, der während der Matinée als Partner der Organistin und als Registrierhelfer beistand.
 
Bekannte Weihnachtslieder
Bei den Erklärungen vor dem Konzert sagte Monika Henking:“ Das meiste das sie heute hören, sind einfache Lieder, Melodien, die man kennt, aber das Spielen der Kompositionen ist recht kompliziert“. Henking suchte Arrangements und Bearbeitungen,  wie z.B. bei„ Ah, vous dirai-je Maman“, bekannt als „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ . Dieses Stück brachte manch einen und eine zum Schmunzeln. Der junge Meister Mozart verstand es, mit Effekten: Humor, Schalk, mit Überraschungsmomenten, scheinbar unpassenden, aber stimmigen Tönen, oder einem plötzlichen Tonartwechsel nach Moll, das einfache Kinderlied zu einem kleinen  Spektakel zu machen.
Die Triller (manchmal länger als gewohnt)  und das dreifache Echo im ersten Stück, haben dafür einen schönen Effekt.“ Weiter meinte Henking.: „Das Schlussstück von Giovanni Morandi ist zwar nicht mehr weihnachtlich, sondern „neujahrlich“  Das Intro tönte fast wie Kilbimusik, lebendig fröhlich. Die Variationen des Themas kamen, bedächtig fast niederdrückend, aber auch wieder schlank, transparent, hoffnungsvoll herüber. Das Finale äusserte Vertrauen und Kraft für die Zukunft, also ein passendes Stück für Neujahr.
Musikalisch beschenkt und zufrieden verliessen die Leute aus nah und fern die Kirche.