Zum Geleit

 

Fasnacht und Fastenzeit – Kann ich auch anders sein?

Die Fasnacht ist eine Zeit, in der wir neue Identitäten ausprobieren können. Was auffällt: Es sind meistens nicht Lichtgestalten, in die man sich hineindenkt. Gruslige Horrorgestalten, fiese Hexen und andere Monster dominieren meist die Szene am Luzerner Monsterkonzert. Offensichtlich geniessen wir es, einmal die andere Seite unserer Existenz zu testen.

Mal den absoluten Bösewicht spielen, den wir natürlich niemals sein wollen!

Die Fastenzeit ist da anstrengender. Aber es geht ebenfalls um die Frage, ob ich nicht auch noch anders sein könnte.

Könnte ich einem kleinen Dämonen, der mir immer wieder zum Fallstrick wird, den Garaus machen?

Dazu braucht es mehr Zeit als die wenigen Tage vom Schmutzigen Donnerstag bis Güdisdienstag. Darum dauert die Fastenzeit auch vierzig Tage. Aber die «Baustelle» ist dieselbe, unsere Identität.

 

Mehr als ein Termin für eine Abmagerungskur

Das Verzichten in der Fastenzeit führt vielleicht zum Abspecken der überflüssigen Winterpfunde. Doch das ist nicht der Kern des christlichen Fastens. Schon früh bereiteten sich Christinnen und Christen vierzig Tage auf das österliche Auferstehungsfest vor. (vom Aschermittwoch bis Ostern, ohne Sonntage sind es vierzig Tage). Die symbolische Zahl «vierzig» wurde von der Kirche analog zu den vierzig Jahren Israels auf dem Weg ins gelobte Land verstanden. Die vierzig Jahre in der Wüste waren auch für Israel eine Bewährungs- und Vorbereitungszeit. In diesem Sinne ist die Fastenzeit ebenfalls eine Vorbereitungs- und Busszeit.

 

Busse im Christlichen Sinn ist keine Strafe

In der Alten Kirche war Busse ein Prozess, in welchem man versuchte, ein besserer Mensch zu werden. Busse ist mit dem Verb «bessern» verwandt und hat nichts mit Strafe zu tun. Diese Umdeutung ist eine Folge der mittelalterlichen Beichtpraxis, in welcher «Busstarife» für Sünden von der Kirche vorgegeben wurde.

Dass Busse etwas Positives ist, zeigt die Tatsache, dass sie mit der Fasnacht verwandt ist. Wenn dies zutrifft, müssen Luzernerinnen und Luzerner zu Bussfans werden.

 

Diese Möglichkeit haben sie in der kommenden Fastenzeit mit verschiedenen Angeboten.

 

Herzlich willkommen.

Markus Arnold, Pastoralassistent

 

 

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Ersatzwahl Kirchenratspräsident/in

 

Die Anordnung über die Ersatzwahl eines Kirchratspräsidenten oder einer Kirchenratspräsidentin als Nachfolge für Brigitte Müller-Sager sel. ist ab 11. März 2019 im Anschlagkasten bei der Kirche veröffentlicht. Wahlvorschläge sind bis spätestens am 1. April 2019 rechtsgültig einzureichen.

 

Vielen Dank für die Kenntnisnahme.

 Der Kirchenrat

 

 

Fastenzeit 2019 – unser Programm

 

Aschermittwoch - der Start

Wir ziehen Bilanz und bereiten uns darauf vor, die Fastenzeit als Bussprozess zu begehen. In der Wort Gottes Feier wird die Asche ausgeteilt.

Daten:            Hildisrieden:                           Mittwoch 6. März, 19.00 Uhr

                         Rain:                                      Donnerstag 7. März, 19.00 Uhr

 

Drei Pilgerwege an ungewohnte Orte

An drei Samstagnachmittagen laden wir Sie ein, sich zu Fuss mit uns auf den Weg zu machen. Wir suchen Orte auf, die bis jetzt noch nicht als Pilgerziele entdeckt wurden, die uns aber einiges über uns selber und unsere Zeit zu sagen haben.

(Detailliertes Programm folgt noch).

Daten: 

Samstag, 23. März

Samstag, 06. April                          jeweils am Nachmittag

Samstag, 20. April

 

Impulse zur Fastenzeit – Wege nach innen

Wie in den letzten Jahren sind Sie eingeladen, in den ca. 40- minütigen Impulsen mit Texten, Musik und Schweigen den Weg nach innen zu gehen, zur inneren Stimme, zu den eigenen Quellen, Sehnsüchten und Kräften.

Daten: 

Dienstag, 12. März

Dienstag, 26. März         jeweils um 19.00 Uhr

Dienstag, 09. April

 

Abschluss in der Osternacht

Der Abschluss des Bussprozesses findet in der Osternacht statt. In diesem Gottesdienst dürfen wir Vergebung und Versöhnung mit Gott, aber auch mit unseren Mitmenschen erhoffen.

Datum: Samstag, 21. April um 20.30 Uhr             in Hildisrieden und in Rain

 

 

Aus der Pfarrei-Statistik

                                               2017                      2018

Taufen                                 26                           20

Erstkommunion                     19                           11

Firmlinge                              16                           12

Trauungen                             3                             1

Bestattungen                        12                           18

 

 

Danke für die Kollekte

Indigene Bevölkerung von Guatemala                   Fr. 237.10
Caritas Sonntag     Fr. 241.40
Abschiedsgottesdienst Agatha Achermann-Troxler Verein Seevogtei Sempach Fr. 769.80
Stiftung Theodora    Fr. 146.40
Opferlichter Januar      Fr. 291.20
Antoniusgeld Januar     Fr. 90.00
Haus Hagar Luzern      Fr. 633.75
Unterstützung Seelsorge durch die Diözesankurie  Fr. 104.20